Die Starstürmer der EM 2021

15/06/20210

Christiano Ronaldo – Liebe und Hass

Seinen Qualitäten zum Trotz ist Ronaldo bei Fans und Experten nicht unumstritten. Sein extravagantes Auftreten und seine Theatralik auf dem Platz werden dem Portugiesen oftmals als Arroganz ausgelegt. Ehemalige und aktuelle Mannschaftskollegen hingegen schwärmen von der Siegermentalität des portugiesischen Kapitäns, die ihn zusammen mit Dauerrivale Lionel Messi seit über einem Jahrzehnt zum bestimmenden Spieler im Weltfußball macht. Auch seine unvergleichliche Arbeitsethik und das penible Achten auf seinen Körper gelten als Alleinstellungsmerkmale des Goalgetters. Am Anfang seiner Karriere bestach Ronaldo vor allem mit seinen Fähigkeiten im Dribbling, weshalb er auch als Außenspieler eingesetzt wurde. Bei Real entwickelte er sich zu einem absoluten Torjäger und weist vor dem Kasten unglaubliche Statistiken auf – mit Ausnahme von Messi war in den letzten Jahren keiner treffsicherer. Gepaart ist dies mit einer herausragenden Fitness und Athletik, die es CR7 ermöglicht, eine Saison fast ohne Pausen durchzuziehen. Auch sein Kopfballspiel ist herausragend, ebenso wie seine Schusstechnik, die ihm auch Tore außerhalb des Sechzehners ermöglicht.

Robert Lewandowski – Ein Stürmer, der alles kann

Lewandowski gilt als einer der komplettesten Stürmer der Welt. Mit seinen 185cm verfügt der Kapitän der polnischen Nationalelf über ein hervorragendes Kopfballspiel, außerdem ist „Lewy“ besonders im Sechzehner brandgefährlich und mit beiden Beinen abschlussstark. Auch die wuchtige Physis gehört zu den großen Stärken des bei der EM 32-Jährigen, kaum ein Spieler auf seiner Position ist dermaßen gut darin, den Ball mit dem Körper abzudecken. Obwohl Lewandowski regelmäßig zu den Toptorjägern der Bundesliga zählt, wird ihm von Kritikern oftmals vorgeworfen, in großen, vor allem internationalen, Spielen abzutauchen.

Kylian Mbappe – schon jetzt in einer Liga mit Messi und Ronaldo?

Es gibt keine Disziplin, in der Mbappé schwach ist. Er ist pfeilschnell, extrem gut im Dribbling, hat einen brillanten Schuss und einen unglaublichen Instinkt. Offensivspieler haben gemeinhin eine gute Technik, aber Mbappé ist diesbezüglich noch einmal auf einem eigenen Niveau. Mit 1,78m Körpergröße hat er ein ordentliches Kopfballspiel. Zudem hat er in Paris und im A-Team in den vergangenen zwei Jahren erhebliche Fortschritte in der Arbeit gegen den Ball gemacht. Wird er als Keilstürmer eingesetzt, ist er der vorderste Pressingspieler – und dies nicht nur dem Namen nach.

Harry Kane – immer gut für Spektakel

Seit Jahren gehört Kane nicht nur zu den torgefährlichsten, sondern auch zu den komplettesten Stürmern der Welt. Sowohl mit beiden Beinen, als auch mit dem Kopf sorgt der Tottenham-Star immer wieder für Gefahr, besonders im Sechzehner verfügt Englands Kapitän über herausragende Qualitäten. Zu einem hervorragenden First touch kommt eine starke Schusstechnik, weshalb Kane auch immer wieder für spektakuläre Treffer gut ist. Bei der WM in Russland konnte er außerdem unter Beweis stellen, dass er der Aufgabe als Kapitän der Nationalelf gewachsen ist und sein Team als Leader durch ein Turnier führen kann.

Leroy Sane – Wo Licht ist, ist auch Schatten

Obwohl Sane zweifelsohne über überragende Fähigkeiten verfügt, ist er nicht ganz unumstritten. Läuft es nicht nach Wunsch, wird immer wieder bemängelt, dass dem Linksaußen der nötige Biss fehle, um das Ruder herumzureißen. Sanes extreme Schnelligkeit ist seine größte Waffe. Gepaart mit einer, auch bei hohem Tempo, starken Ballbehandlung ist der Bayern-Star ein klassischer Flügelspieler, der sehr schwer auszurechnen ist und auch die nötige Kreativität besitzt, um für den überraschenden Moment zu sorgen. Auch die hervorragende Schusstechnik gehört zu seinen Stärken, Sane konnte in seiner Karriere schon das ein oder andere Mal die Fußballwelt mit Zaubertoren in Staunen versetzen.

Gereth Bale – bester Spieler Wales aller Zeiten?

Bale ist mit Sicherheit einer der besten Fußballer den Wales je aufbieten konnte. Durch seine Dynamik, seine Schnelligkeit und seine Dribblings treibt er das Spiel immer wieder an. In der Geschichte der Nationalmannschaft aus Wales ist er bereits jetzt Rekordtorschütze. Ein Grund dafür sind auch seine brandgefährlichen Freistöße. Auch bei der Europameisterschaft 2016 in Frankreich zirkelte er gleich nach 10 Minuten im ersten Spiel gegen die Slowakei einen Freistoß direkt in das Netz

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